Da sind wir nun, Tag 1 der Corona-Ferien hat begonnen. Mir ist wirklich kein besserer Oberbegriff für die aktuelle Situation eingefallen. Wie fühle ich mich am Ende des Tages? Geschlaucht fasst es wohl am besten zusammen. Oder: Es kann nur besser werden.

Der Morgen beginnt wie immer: Mein Wecker klingelt um 7, ich koche Kaffee und verschicke erste wichtige E-Mails. Nach und nach kommen alle in die Küche und wollen unbedingt Pfannkuchen. Na gut, ist ja irgendwie ein besonderer Tag.

Gestern habe ich einen Wochenplan angefangen, der zunächst das Lernpensum des Zehnjährigen umfasst. Wir laden eine Vokabel-üb-App auf das iPad. Das macht Spaß, es wird fleißig gelernt. Danach Gesangübungen – läuft doch! Währenddessen macht die Zweijährige das, wozu ich noch nicht so richtig gekommen bin: Sie arbeitet.

Ich räume auf, checke weitere E-Mails und natürlich die Corona-Entwicklungen. Wir haben gestern beschlossen, dass Freundebesuch der Kinder nur noch im Garten oder im Park stattfindet. Is hard aber isso. Der Rest des Vormittags dümpelt so vor sich hin, aber die allgemeine Lage ist im Grunde friedlich.

Das Mittagessen ist mir etwas peinlich: Pommes mit Ketchup. Da wir sehr viele Mahlzeiten in nächster Zeit zubereiten müssen, ist für Kulinarik dieser Tage kein bis wenig Platz. Ich verspreche einen Obstteller für Nachmittags. Mäuschens Mittagsschlaf in der Karre gibt uns eine gute Gelegenheit, im Park um die Ecke zu lüften. Wie lange das wohl noch geht, kommt mir in den Sinn.

Nach dem Park die Erlösung: Papa ist wieder da (von der Arbeit) und Mama darf sich endlich an den Laptop setzen. Eventabsagen müssen geschrieben, Content in Corona-Zeiten gut überlegt werden. Das alles zum Soundtrack des Gartens: Mindestens sechs Kinder spielen über mehrere Stunden lautstark Fußball. Zwischendrin: „Mama, wo bist Du?“ Konzentration geht anders, morgen auf jeden Fall mit Kopfhörern.

Das Kartoffelgratin vom Essensplan habe ich am Ende nicht mehr gemacht. Zu spät angefangen, zu viele hungrige Münder. Mein Fazit nach diesem Tag? Ich kann gar nicht genau sagen, was mich so angestrengt hat, aber ich war genervt, gereizt, unzufrieden mit fast jeder Situation. Keinen Sport gemacht, die Ungewissheit, wie die kommenden Tage und Wochen werden… Aber ich gehe mit Zuversicht in Tag 2. Der Wecker steht auf 7 Uhr, die Joggingsachen liegen bereit.

In diesem Sinne:

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