Leise öffnet sich die Tür, tapsige Schritte nähern sich dem Bett, der kleine Sohn kommt zum Kuscheln. Es ist fünf Uhr Morgens. Wir haben Glück: bis 7:15 wird nochmal gemütlich weiter geschlafen. Jetzt könnte ich denken: Oh nein, nach „neuer Zeit“ ist es erst 6:15, soooo früh, schrecklich! Denke ich aber nicht.

Alles läuft wie immer, kurze Zeit später kommt der Grosse dazu, es wird gelacht und getobt. Mir wird es zu laut, ich gehe in die Küche und stelle die Kaffeekanne auf den Herd, Espressoduft erfüllt die Küche. Gemütlich. Ich liebe unsere langen, späten Frühstücke am Wochenende. Spät? Ein Blick auf die Küchenuhr: 9:50. Wie cool ist das denn, denke ich, es ist ja noch gar nicht kurz vor zehn, sondern kurz vor neun. Ich freue mich über die geschenkte Zeit.

Alle meckern über die Zeitumstellung – vor allem Mütter (Väter auch?). Der Gedanke daran, dass die Kleinen womöglich am Morgen der Zeitumstellung schon gegen 6:00 putzmunter sind (statt wie sonst um 7:00) lässt manche schon Tage vorher nicht los. Strategien werden entwickelt, wie die Kinder bloss länger schlafen könnten. Aber hey, wieso der ganze Stress? Macht doch alles wie immer, es sind doch nur ein paar Zeiger und Ziffern. Und irgendwann am Nachmittag stellt ihr alle Uhren um uns freut euch, dass ihr endlich mal mehr Zeit habt. Sie ist doch immer so kostbar.

(photo: pexels)

 

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